Wir fahren für zwei/ drei Tage nach Alta…

…und wissen nicht, ob wir dort einen Camping mit WLAN finden werden. Deshalb kann es sein, dass der Blog für diese Zeit geschlossen ist:-)
Alta ist der Ort, an welchem im Sommer 2004 unsere „Nordlichtfreude“ oder „Nordlichtsucht“ begann. Dort sahen wir im extrem schönen und interessanten Alta Museum einen Film über die Nordlichter. Und auf dem Camping erklärte uns der Besitzer, dass ein ganz berühmter Norweger – Kristian Birkeland – in  der Nähe gelebt und gewirkt hatte. ( Ja, genau der Birkeland auf der 200 Kronen Note!). So stiegen wir damals in einer mehrstündigen Wanderung auf den Halddetoppen, auf welchem noch heute die Überreste des ersten Nordlichtobservatoriums der Welt stehen.

Die MS Lofoten, Jürg und Werner…

…brachten den Schnee nach Tromsö zurück.
Aufgeregt warteten Heinz und ich heute am Hafen von Tromsö, hatten wir doch ein „Date“ mit unserem Nachbarn von der Kirchgasse :-). Pünktlich lief das älteste und gleichzeitig auch kleinste Schiff der Hurtigruten (es feierte gestern seinen 49.Geburtstag) in Tromsö ein. Schon von Weitem sahen wir Jürg und Werner im Schneegestöber an Deck stehen. Bis das Schiff dann angelegt hatte, dauerte es noch ein Weilchen und wir hatten Zeit, dem Manöver zuzusehen. Nachdem die Passagiere ausgestiegen waren, machten wir zu Fuss einen kurzen Spaziergang vom Hafen zum Polarmuseeum, wo wir uns eine längere Zeit verweilten und mit Jürg auch plaudern konnten.

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Bevor die MS Lofoten weiter fuhr, führten uns Jürg und Werner auf einem Rundgang durch „ihr“ gemütliches Schiff. Nach einer Kaffeepause unter einem Eisbärenfell mussten wir uns auch schon wieder verabschieden. Wir wünschen den Beiden weiterhin eine schöne Reise und viele Nordlichter.

Als wir dann zurück auf den Camping kamen, fanden wir zu unserem Schreck die Haube für unser VWDach unter dem Neuschnee nicht mehr. Nach einiger Zeit entdeckten wir sie aber auf dem zugefrorenen Teil des Baches, der am Camping vorbei fliesst. Zum Glück, denn das wären sonst noch kältere Nächte geworden…

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Livesendung Tromsö – PHBern zum Zweiten

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Heute Nachmittag hat Heinz seine zweite Vorlesung via Netz nach Bern an die PH und so sieht ein Teil seiner Präsentation auf seinem Laptop aus. Gestern um Mitternacht (die Nordlichter mussten einmal ohne uns als Zuschauer zaubern – es hatte auch kaum welche) kam ich in den Genuss einer Kurzversion, die sehr spannend, abwechslungsreich und anspruchsvoll war. Ganz alles habe ich nicht verstanden, aber ich bin ja auch keine Studentin 😉
Wie ihr wisst, musste Heinz am letzten Dienstag die Übertragung um 16 Uhr unterbrechen, da das Büro geschlossen wurde. Um dies zu vermeiden, hat ihm Truls Hansen einen sogenannten EDUROAM Passzugang aufs Uni Netz organisiert. Einfach so, unaufgergt und hilfsbereit!! Diesen Dienst über die PHBern zu beziehen, ist noch nicht möglich.
Ihr seht, wir sind im Moment – auch ich – sehr mit unserer Arbeit in der Schweiz verbunden. Nun drücke ich Heinz die Daumen, dass alles so läuft, wie er sich das wünscht und den Studierenden eine pannenfreie Vorlesung.

Die grossen Regenmengen…

…haben Spuren hinterlassen. Bei Spaziergängen (oder Heinz beim Joggen) im nahegelegenen Wald treffen wir immer wieder auf riesige „Eisblatern“. Diese zum Beispiel hat mich bei meiner gestrigen Wanderung gezwungen, umzukehren. Trotz meiner Spikes an den Schuhen kam ich nicht weiter. Ansonsten aber ist es wieder sehr, sehr schön, draussen zu sein und die Natur zu geniessen.

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@Nico: Hier könntest du auch mit einem gesunden Knie nicht Fussball spielen 🙁
Wir wünschen dir ganz, ganz viel Geduld und gute Besserung und dass dieser verflixte Gips bald wegkommt!

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Die Nordlichter sind auch…

… auf dem norwegischen Notengeld ein Thema. Auf der 200 Kronen – Note (ca 33 CHF) ist der Norweger Kristian Birkeland zu sehen, der als Erster durch seine Forschung die Entstehung der Nordlichter erklären konnte. Der Schneekristall symbolisiert die Jahreszeit, in welcher die Nordlichter am Deutlichsten zu sehen sind, den Winter.

> zum Film von Kristian Birkeland vom ZDF (bitte anklicken!)

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Auf der Rückseite der Note sind die Nordlichter abgebidet, die über einer norwegischen Inselgruppe im Arktischen Ozean während des Tages zu sehen sind. Ihr seht, die Nordlichter sind allgegenwärtig 🙂

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Nordlichter an der finnischen Grenze…

…sind auch wunderschön. Gestern fuhren wir, nachdem das magnetische Feld hier in Tromsö und Umgebung plötzlich verrückt spielte (storm), in die Nähe von Perskogen an der finnischen Grenze.

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Wie beim letzten Mal war die Fahrt dorthin wegen der grandiosen Umgebung spektakulär. Je weiter wir ins Landesinnere vorstiessen, wurde es wieder wunderbar winterlich mit Temperaturen bis  minus 20 Grad (das war etwas weniger wunderbar, da Heinz beim Fotografieren fast die Finger abfroren). Ein „Nordlichtbild“ raubte uns fast den Atem. Es kam so überfallartig grün und rot und schien vom Himmel direkt auf uns zu fallen. Da stockt dir der Atem…und du fühlst dich in etwas involviert, das wirklich überirdisch ist.

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Und auf dem langen Heimweg wurde uns über der Lyngenalp am Storfjorden nochmals ein Lichtspktakel der wunderschönen Art geboten.

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Juhui wieder Winterwetter

Heute morgen standen wir bei Sonnenschein auf! Ein gutes Gefühl nach dem vielen Regen 🙂 So machte ich mich gegen Mittag auf meine Wanderung. Heute ging ich in einem Wohngebiet spazieren, in dem die Wege Planetennamen haben. Also den Mars-, Uranus-, Jupiter- und noch den Sternenweg habe ich gefunden. Lustig, das passt so alles zu unserem Urlaubsthema.

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Einmal mehr habe ich diese zwei Stunden genossen; den Gedanken nachhängen, fotografieren, Ideen spinnen, über das Leben nachdenken, die Zeit, die man hat, geniessen…Ja, dieser Aufenthalt hier ist wirklich ein Geschenk!!

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Als ich zurück zum Bus komme, hat Heinz gerade die News über die Nordlichtvorhersage gelesen. Es sieht sehr gut aus für heute Abend und so fahren wir los Richtung finnische Grenze. Ob wir etwas gesehen haben, kann ich euch morgen berichten!

Besuch im geophysikalischen Institut in Tromsö

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Heute stand der Besuch von Heinz bei Truls Hansen, Leiter des Tromsø Geophysical Observatory an der Uni Tromsö, auf dem Programm. Dieses Treffen hatte Heinz bereits 2011 von der Schweiz aus organisiert. Nachdem wir das Gebäude nach etlichen 130228_observatory_DSC01441Irrfahrten gefunden hatten, kam  Heinz zu einem interessanten Gespräch mit diesem „weisen“ Professor. Aus den geomagnetischen Aufzeichnungen des Instituts geht hervor, dass die Sonnenaktivität im Dezember/Januar dieses Winters tiefer war als jeweils der Durchschnitt der Minima der letzten 26 Jahre. (Und trotzdem sahen wir bis jetzt so wunderschöne Nordlichter:-)) Deshalb gilt für alle Nordlichtbeobachter: Jedes Mal, wenn der Himmel einigermassen klar ist, rausgehen, warten, schauen, fotografieren, geniessen!! Während des Gesprächs zwischen den beiden Physikern war ich zu Fuss im feinen Nebel auf der schön verschneiten Langlaufloipe (die etwa 70Meter Höhenunterschied machten es aus, dass der Neuschnee von dieser Nacht an den Sträuchern und Bäumen hängen und am Boden liegen blieb) unterwegs. Es war eine ganz spezielle, schöne Stimmung. Heinz wird viel von diesem interessanten Gespräch direkt für seine Veranstaltungen für die Studierenden verwenden können. So ist er sehr motiviert an der Vorbereitung des kommenden Dienstags.

Was tun beim x-ten Tag Regenwetter…

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…schwimmen? Nein, doch etwas zu kalt!

130227_cafe_DSC01432Kaffee und Kuchen? Jaaaaaa! (Heinz:-))

@Thomas: Nun haben wir dein Café endlich auch von Innen gesehen.

Museumsbesuch! Heute wanderten wir im wirklich strömenden Regen nach Tromsö, um das Polarmuseum zu besuchen. Der Hauptteil der Ausstellung ist Roald Amundsen gewidmet, der alle seine Expeditionen von Tromsö aus startete. Roald Amundsen erreichte als Erster den Südpol. Diese Expedition verlief vor allem auch deshalb so erfolgreich, weil er seine Mannschaft optimal zusammen gesetzt hatte und über einen humanen Führungsstil verfügte. Amundsen verscholl im Jahre 1928 in der Arktis bei einem Rettungsflug. Nur ein Treibstofftank seines Flugzeugs wurde bei der Bäreninsel in der Nähe von Spitzbergen gefunden.

Onlineveranstaltung Tromsö – PHBern

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So sah es auf dem Laptop von Heinz und auf der Projektionsfläche des Beamers in Bern an der PH aus, als Heinz heute seine erste Onlinevorlesung hatte.
Dass er diese nach längeren Vorbereitungen überhaupt starten konnte, ist wieder einmal LENA zu verdanken. Diese Norwegerin, die bei der Organisation des Midsummernight Marathons arbeitet, hat uns bereits geholfen, eine Zusage des Campingplatzes für eine so lange Zeit zu erhalten. Und auch jetzt ist sie wieder sehr hilfsbereit. Da die Datenmenge der Übertragung vom Camping aus nicht klappt, stellt sie Heinz einen Raum in ihrer „Büro-Baracke“ zur Verfügung. Einfach so, einfach mega lieb 🙂
Nach einigen technischen Schwierigkeiten in Bern (kein Ton), startete die Übertragung planmässig um 15:15 Uhr. Abgesehen von einem Bedienungsfehler von Heinz verlief die Präsentation bis 16 Uhr gut. Da die Norwegerinnen und Norweger um 16 Uhr Feierabend haben, musste Heinz den Platz räumen. Mitten in der Veranstaltung eilte Heinz mit Laptop, Headset, Tablet und Colaflasche unter dem Arm die 300 Meter zurück in den Bus, wo er die Vorlesung der besonderen Art beendete. Der Applaus der Studierenden hat ihn gefreut:-)
Zur Feier des Tages gehen wir jetzt in die Stadt eine Pizza essen!
@Lara und Urs: Herzlichen Dank!!!